Chronik der Narrenzunft Vöhringen e. V.
Generation für Generation erzählte man sich in Vöhringen folgende Geschichte: Ein aus Vöhringen stammender Bauer nannte Füße sein Eigen, die besonders groß und breit waren. Damit soll er einmal auf einen Schlag eine Henne samt ihren sieben Küken „verdappt“ haben. Nach seinem Ableben musste der Bauer den Gang in die Hölle antreten. Dort angekommen, wurden dem Teufel die großen sowie breiten Füße des Vöhringer Bauers zum Verhängnis. Der Bauer trat dem Teufel auf den Schwanz, worauf hin dieser so wütend war, dass er den Bauer aus der Hölle verbannte und ihm hinterherrief, dass nie wieder ein Vöhringer die Hölle betreten dürfte. Auf dieser Sage basiert bis heute der Name „Boatschua“ unserer Zunft. Ins Leben gerufen wurde die Vöhringer Narrenzunft im Jahre 1982 von Gründervater Bernd Schmid. In den Anfängen bestand die Zunft lediglich aus den Broatschua-Hexa, welche aber schon bald durch die Garde, den Elferrat, Hansele, Narro und Schantle ergänzt wurden.
- Unser Narrenruf: 3x Broatschua – Hexa
- 1. Vorstand seit 2023 Andreas Fischer
- ca. 325 Mitglieder, davon 250 aktiv
- Oft besuchen wir die Auswärtstermine mit 2 bis 3 Bussen
- Unsere Fasnet feiern wir mit einem Hexenball, Kindeball und Umzug
- Zu unserem eigenen Umzug an dem Wochenende vor der Hauptfasnet kommen jährlich ca. 2.500 Hästräger und ca. 3.000 Zuschauer
Die Vöhringer Figuren im Überblick
Der Broatschua (Einzelfigur)
Als Einzelfigur geht der Broatschua bei Umzügen mit seinen großen und breiten Füßen voraus und führt die Zunft an!
Der Elferrat

Die gewählten Vertreter des Vereins leiten die Zunft und marschieren bei den Umzügen stets voran.
Die Garde
Jahr um Jahr überzeugen unsere Gardemädchen mit ihren Märschen und ihren einfallsreichen Showtänzen. Von klein bis groß sind alle Gardemädchen mit großem Engagement bei der Sache. Folgende Altersstufen gibt es: Fanta-Garde, Mini-Garde, Teenie-Garde und die Große Garde. Genau wie der Elferrat sind alle unsere Garden in rot und weiß gekleidet.
Der Hansele
Unsere Hansele gelten allseits als nette Zeitgenossen und zählen mit ihren zwei bis vier Riemen zu unseren Glockenträgern. Gekleidet sind sie in weißer Hose, braunem Oberteil und einem weißen Kragen. Die Maske zeigt ein freundliches Gesicht umrahmt mit Hanfhaaren und einem Blumenkranz. Fehlen dürfen auch der orangene Schirm sowie ein Korb voller Bonbons nicht. Diese werden bevorzugt vom Hansel an Kinder verteilt.
Der Narro
Der Narro ist der zweite Glockenträger unserer Zunft und trägt bis zu acht Glockenriemen. Der Narro zählt zu den Weißnarren und hat auf seinem Häs verschiedene Motive aufgemalt – hauptsächlich aus der Vöhringer Ortsgeschichte. Die Maske ist dabei fein und freundlich. Auf der Brezelstange befinden sich immer reichlich Brezeln, die der Narro auch großzügig verteilt.
Der Schantle
Bei unseren alten Herren geht es an der Fasnet auch mal gemütlicher zu. Die Maske des Schantles zeigt ein älteres Gesicht und wird durch ein Fleckenhäß ergänzt. Ärgern sollte man den gemütlichen Herren allerdings nicht: Die Saubloder ist immer dabei und einsatzbereit. Sind die Zuschauer nett zum Schantle, verteilt er gerne Wurst, Orangen und Bonbons.
Der Broatschua
Die Broatschua-Gruppe ist unserer Einzelfigur nachempfunden. Gleich wie sein Vorbild hat der Broatschua sehr große Füße. Das weiße Hemd wird mit einer grauen Weste und einer schwarzen Jacke kombiniert, auf der ein großes Vöhringer Wappen prangt. Die Maske des Broatschua ist äußerst markant. Das weißblonde Haar ist von einem schwarzen Hut bedeckt. Zusätzlich trägt er um den Körper einen großen Leinensack, worin kleine Geschenke für die Zuschauer Platz finden.
Der Teufel (Einzelfigur)
Der Teufel ist der neuste Geselle der Narrenzunft Vöhringen. Er ist eine Einzelfigur, die aus der Vöhringer Sage Entstand. Dort heißt es, dass er Vöhringer für immer aus der Hölle verbannt hat, weil ein Broatschua ihm auf den Schwanz trat. Zum 44-jährigen Bestehen der Zunft stieg er aus der Hölle empor und führt künftig seine große Hexenschar an.
Die Broatschua Hexa
Unsere Gründungsfigur ist nach all den Jahren noch immer die wildeste. Unverkennbar mit schwarzem Rock, roten Socken und vor allem der orangenen Bluse ist die Broatschua Hexe weit über die Grenzen Vöhringens hinaus bekannt für ihr wildes Treiben. Ergänzt durch eine dunkle Maske mit schwarzem Tuch und Rosshaaren gibt sie ihr unverkennbares Bild ab. Aber nicht nur Schabernack und Schrecken verbreitet unsere Hexe: Beim Hexentanz zeigt sie, dass sie auch akrobatisch ist.











